Geistliches Wort

Pastorin Zanda Ohff Kleine und große Schätze

Neulich zeigte mir der kleine Paul "eine echte Schatzkarte". Er erklärte mir, wo der Schatz liegt und was er alles braucht, um an den Schatz zu kommen. Jetzt wartet er darauf, bis er ein Auto hat, um zum Flugzeug und dann zum Schiff zu gelangen, um dann den Schatz zu bergen.

Luther war lange auf der Suche, bis er den Schatz fand. Er war so begeistert davon, dass er seine "Schatzkarten" an Menschen in allen nur denkbaren Formaten verteilte, um die Sehnsucht bei ihnen zu wecken. Einer seiner Hinweise war die Bescherung zu Weihnachten. Jedes Geschenk ist ein Hinweis auf das schönste Geschenk, das Gott macht, auf den größten Schatz, den es zu suchen lohnt.

Die Mutter des späteren Verlegers Gerhard Langbrachte (der den ersten gedruckten Adventskalender herausbrachte) nähte 24 Kekse auf einen Karton, um ihren Sohn auf das kommende Weihnachtsfest hinzuweisen.

24 kleine Hinweise auf die große Schatzkarte und den Schatz – soll man da nicht neugierig werden?

Es ist aber nicht so einfach, nach 24 Geschenken sich noch über ein weiteres zu freuen, oder sich nach einem Geschenk Gottes zu sehnen, wenn man mit den kleineren Geschenken durchaus zufrieden ist.

Ich hoffe, der kleine Paul vergisst seinen Schatz nicht, wenn er endlich ein Auto und das Geld für einen Flug hat und verwechselt diese Werkzeuge nicht mit dem Schatz selbst.




Ihre Pastorin Zanda Ohff