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"Wir über uns"

Vokalensemble

Kantorei St. Jacobi

 

Das Orchester St. Jacobi, seit 1999 Concertone Hamburg genannt, wurde 1982 von Rudolf Kelber, Kirchenmusikdirektor an der gleichnamigen Hauptkirche in Hamburg gegründet und seither geleitet. 

Über die anfängliche Begrenztheit auf ein reines Kantatenorchester wuchs es sowohl in Hinsicht auf die Besetzung als auch auf die Einsatzdichte und die Leistung bald hinaus und realisierte in einer semiprofessionellen Besetzung professionelle Anforderungen. Ab 1986 wurden die großen Oratorienaufführungen in St. Jacobi von diesem Klangkörper begleitet. So spielte das Orchester seither außer den großen Bach-Oratorien und Händels Messias, Samson und Jephtha bereits mehrere Haydn-Messen, viele Mozart- Messen und sein Requiem, Berlioz' "L'enfance du Christ", Brahms' "Requiem" , die Requiemkompositionen von Verdi und Dvorak, das "Te Deum" von Bruckner, verschiedene Stücke von Strawinsky, Poulenc, Pärt, Messiaen, Ives, Orffs "Carmina burana" und sogar Janceks "Glagolithische Messe" sowie das "War Requiem" von Britten. 

Bei einer Stammbesetzung von zwölf ersten Violinen schien es auch möglich, die große sinfonische Literatur ins Auge zu fassen. So wurden im Laufe der Zeit auch Projekte wie Haydn-Symphonien, Mozart-Symphonien und Klavierkonzerte, Beethovens "Neunte", Schuberts "Unvollendete" sowie die 5. Symphonie, Schumanns "Rheinische", Mendelssohns Musik zu "Ein Sommernachtstraum", die "Erste" und "Dritte" von Brahms und die III., IV. und V. Symphonie von Anton Bruckner realisiert. Solisten wie Christian Tetzlaff mit dem Violinkonzert von Alban Berg oder David Geringas mit dem Cellokonzert in B-Dur von Luigi Boccherini gaben dem Orchester die Ehre. 

Concertone probt regelmäßig als Streichorchester und kooptiert dann erfahrene Holz- und Blechbläser je nach Besetzungsanforderungen für die Schlussproben. So lag die Pflege des reines Streichorchester-Repertoires nahe; dies ging bis zu Stücke wie der "Tallis-Fantasie" für Doppelorchester von Vaughan Williams und der "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta" von Bartok.

Bei dem barocken und klassischen Repertoire findet eine intensive Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis statt. Eine größere Anzahl der Orchestermitglieder setzt sich auch ganz direkt dieser Herausforderung aus und wirkt in dem hauseigenen "Cythara-Ensemble" auf historischen Instrumenten mit.

Großprojekt der Jahre 1995 und 1996 war die Aufführung der italienischen Meisteropern von Mozart in Produktionen des Studienganges "Musiktheater-Regie" an der Hamburger Musikhochschule. Auch die Orchesterleistung bei der "Zauberflöten"-Produktion im Februar/März 1999 wurde allgemein gewürdigt. Im Februar 2002 stand die Produktion einer Oper der gemäßigten Moderne, Liebermanns "Schule der Frauen" auf dem Programm. 

Das Concertone Hamburg hat zusammen mit der Kantorei St. Jacobi Konzertreisen nach Brüssel und Paris (1986), nach Riga, Tallinn und St. Petersburg (1992), sowie nach Dresden, Prag, Budapest und Wien (1996) unternommen.

Ende 2002 feiert Concertone/Orchester St. Jacobi sein 20jähriges Bestehen.